Am 7. August veranstaltet die Literarische Gesellschaft Bochum einen Literaturtag bei uns im Haus Rechen (Am Eickhoffpark 7). Wir freuen uns schon sehr auf die folgenden Lesungen:

Tonio Schachinger: Nicht wie ihr

Ivo wusste immer schon, dass er besonders ist. Besonders cool, besonders talentiert, besonders attraktiv. Alle wussten es, seine Familie, seine Jugendtrainer, seine Freunde im Käfig. Jetzt ist er einer der bestbezahlten Fußballer der Welt. Er verdient 100.000 Euro in der Woche, fährt einen Bugatti, hat eine Ehefrau und zwei Kinder, die er über alles liebt. Doch als seine Jugendliebe Mirna ins Spiel kommt, gerät das sichere Gerüst ins Wanken. Gespickt mit Wiener Milieusprache und herrlichen Fußballmetaphern gibt der Roman Einblick in das Schauspiel des Profisports und entlarvt seine Spieler als Schachfiguren auf einem kapitalistischen Spielfeld.

Theater Total, Am Eickhoffpark 7, 44789 Bochum

7. August, 11.00 Uhr

Moderation: Ralph Köhnen

 

Werner Streletz/Zepp Oberpichler: Unterwegs – zu alten Ufern

Eine literarisch-musikalische Zeitreise

Die heutige Literatur- und Kulturszene scheint zunehmend gegenwarts- und vergangenheitsvergessen zu werden. Bestseller, die in schneller Folge wechseln, und kurzlebige Aufgeregtheiten bestimmen das Mediengeschehen. Atemlos beinahe. Mit dem literarisch-musikalischen Programm „Unterwegs – zu alten Ufern“ ist allerdings keinesfalls eine Rückkehr zur dumpfen Einpaukerei vielstrophiger Balladen gemeint. Es wird vielmehr auf lockere Weise Poetisches vom Barock bis in die Moderne, von Gryphius bis Brecht versammelt und in den aktuellen Texten und Songs von Streletz und Oberpichler gespiegelt. Zu erleben ist heir ein literarisch-musikalischer Zusammenklang über die Jahrhunderte und Epochen hinweg.

Theater Total, Am Eickhoffpark 7, 44789 Bochum

7. August, 15.00 Uhr

Moderation: Ralph Köhnen

 

Nahed al Essa: 4222 Kilometer

Der Buchtitel zeigt vieles: Die Entfernung Bochums zur Heimatstadt Damaskus, aus der die Autorin 2016 floh – und damit die Unterschiede zweier Kulturen und Sprachen. Mit dem ‚fremden’ Blick über die Schulter gelingen Nahed al Essa in der neu gelernten deutschen Sprache Klänge, Bilder und Nuancen, die sie zu einer wichtigen Stimme auch bei uns gemacht haben. Ihre Gedichte und Geschichten erschöpfen sich nicht in Flucht, Verlust- und Trauerarbeit, sondern nehmen begierig neue Impulse auf, öffnen dem hiesigen Publikum die Augen für die eigene Sprache und machen zugleich die Impulse der Herkunftskultur fasslich.

Theater Total, Am Eickhoffpark 7, 44789 Bochum

7. August, 19.00 Uhr

Moderation: Ralph Köhnen