Jahrgang 2001/2002

Verbrechen und Strafe

TheaterTotal spielt “Verbrechen und Strafe”

In der Neuübersetzung “Verbrechen und Starfe” von Swetlana Geier faszinieren die Figuren, die rätselhaft extremen und humorvollen Charaktere, die Tragik und die sonderbare Atmosphäre des Schauplatzes.

Schon sein Name verweist auf die innere Zerrissenheit des Protagonisten bei seinem außergewöhnlichen Vorhaben: Der Student Raskolnikow (raskolot = spalten) entwickelt eine Theorie, die es ihm erlaubt, sich über moralische Gesetze hinwegzusetzen, sofern es einem guten Zweck dient. Bei diesem Gedanken quält ihn die Spaltung zwischen seinem Verstand auf der einen Seite und seinem Glauben und Empfinden auf der anderen. Er lässt seine Theorie Wirklichkeit werden, indem er seinem Verstand folgt und alle anderen Einflüsse ignoriert. Auch von seiner Umwelt und seinen Mitmenschen spaltet sich Raskolnikow ab. Indem nun das Verhältnis von Verstand, Gefühl und Wille aus dem Gleichgewicht gerät, wird eine Kraft in ihm freigesetzt, die zu beherrschen er nicht mehr in der Lage ist. Vergleichbar mit einer Infektion beginnt diese, seine ureigene Schöpfung, ein Eigenleben zu entwickeln. Sie ergreift gleich eine Wucherin, die sich am Elend ihrer Mitbürger bereichert. Doch er muss erkennen, dass er seiner Tat nicht gewachsen ist, dass er seinem konstruierten Selbstbild nicht gerecht wird: Er wird krank. Seine Familie und Freunde wollen ihm helfen, doch sie können ihn nicht verstehen. Nur Porfirij, der Staatsanwalt, durchschaut ihn und zeigt ihm gewissermaßen sein Spiegelbild. Swidrigijlow rät ihm die Flucht nach Amerika, was einer Verzweiflungstat oder gar dem Selbstmord gleichkäme,. Aber der liebevolle Blick von Sonja bewahrt in davor. In  ihr findet er die Bestätigung,  die für seinen Weg der Selbsterkenntnis notwendig ist. Raskolnikow übernimmt Verantwortung für seine Tat und nimmt die Strafe an.

Verbrechen und Strafe
nach Fjodor Dostojewskij; in der Neuübersetzung von Swetlana Geier

Regie: Barbara Wollrath-Kramer
Tanz: Pilar Buira
Bühnenbild: Jasenko Čonka
Kostüm: Dagmar Fromme
Musik: Nico Selbach

Premiere: 12. April 2002

»Einer ging hinaus
einer wagte – tastet, griff
fasste, kratzte, riss und zerfetzte
Vorerst nicht bereit zu reuen –
unflickbar?
Zeit heilt viele Wunden
Ansatzweise. «

Sabine

¿qué es amor?

Die Performance

Was ist Liebe? Die Frage aller Fragen treibt die TTler:innen in der diesjährigen Performance um.

Mal stark und unangreifbar wie ein Löwe, mal zart und zerreißbar wie Papier – wie im Leben zeigt sich die Liebe auf unser Bühne in ihren verschiedensten Facetten und schillerndsten Farben.

Regie: Barbara Wollrath-Kramer

Premiere: 10. November 2001

Events 2001/2002

“mfi Preis Kunst am Bau”

Auftritt mit der Performance in der Kokerei Zollverein in Essen

“Folkwang Tag und Nacht”

Auftritt mit der Performance im Folkwang Museum

Einladung zum 23. Theatertreffen der Jugend, Berlin

Verleihung des 2. Robert Jungk Sonderpreis

Verleihung im Tanzhaus NRW, Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem Städtnetzwerk NRW | Preisträger: Circus Schnick-Schnack

Kulturpfad Essen

Auftritt mit der Performance in der Essener Innenstadt

Teilnehmer:innen 2001/2002

Andy Zondag

Anna Catharina Mönnich

Anna Christina Eitzeroth

Anna Stockmar

Carla Weingarten

Catherine Hermann

Celia Endlicher

Christian Lenzing

Elisabeth Milarch

Esther Holtmann

Florian Wessels

Hannah Demtröder

Johannes Bergmann

Johannes Holzer

Julia Gordon

Katharina Hornschuch

Kerrin Lorenzen

Marina Senckel

Mirjam Heimann

Peter Förster

Sabine Eschen

Sebastian Brester

Sermin Kaylk

Sonja Frewert

Tatjana Viaplana

Till Othmer